Veloregion Bern – Zusammenarbeiten verstärken

Motion Fraktion GB/JA! (Regula Tschanz/Franziska Grossenbacher, GB)

Geschäftsdetails (2013.SR.000115) auf der Website des Stadtrats

Der Gemeinderat wird aufgefordert:

  1. dem Stadtrat eine Revision des Reglements über die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs (RFFV) mit folgenden Ergänzungen vorzulegen:
    a) Die Gemeinde Bern vertritt ihre Zielsetzung bei der Förderung des Fuss- und Veloverkehrs gegenüber den Nachbargemeinden und Dritten.
    b) Die Fachstelle zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs vernetzt sich mit den zuständigen Stellen der Nachbargemeinden und initiiert nach Möglichkeit gemeindeübergreifende Projekte und Sensibilisierungskampagnen.
  2. mit den Nachbargemeinden entsprechende Gespräche aufzunehmen und gemeindeübergreifende Projekte zu lancieren.

Begründung

Gestützt auf das Reglement über die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs (RFFV) fördert die Gemeinde Bern die Umlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf den Fuss- und Veloverkehr.

Verkehrsplanung endet aber nicht an der Gemeindegrenze. Gemäss Verkehrsbericht der Stadt Bern vom Juni 2012 benützen von den rund 100’000 Personen, die täglich nach Bern pendeln, etwa 40 Prozent das Auto oder Motorrad. Die dicht besiedelten Bereiche der Nachbargemeinden liegen teilweise weniger als fünf Kilometer vom Zentrum der Stadt Bern entfernt. Gerade für Pendlerinnen zwischen Bern und den Nachbargemeinden ist das Velo darum eine sinnvolle und mögliche Alternative zum motorisierten Pendlerverkehr. Will die Stadt Bern die Umlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf den Fuss- und Veloverkehr weiter vorantreiben, drängt sich unter anderem eine stärkere regionale Zusammenarbeit auf.

Eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden verbessert die regionale Vernetzung und Vervollständigung von attraktiven, durchgehenden, sicheren sowie direkten Fuss- und Veloverbindungen und unterstützt somit die städtische Förderung des Fuss- und Veloverkehrs. Die fachliche Vernetzung mit anderen Gemeinden fördert zudem den Wissensaustausch und setzt neue Impulse für die regionale Förderung des Langsamverkehrs.

Die Gemeinden können zwar viel zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs beitragen – andere können dies aber auch. Im Gegensatz zu anderen Städten dominiert in Bern die Velonutzung zu Arbeitszwecken (38,8 Prozent der Veloetappen gegenüber 30,8 Prozent Freizeitnutzung, Quelle: Website Stadt Bern, Fachstelle Fuss- und Veloverkehr). Auch diesem Umstand ist bei der Förderung des Fuss- und Veloverkehrs Rechnung zu tragen, etwa mit einer verstärkten Zusammenarbeit mit und Sensibilisierung von Arbeitgebern (Kantonsverwaltung, Bundesverwaltung, Wirtschaft).

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